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Solaranlage

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02.06.2015

Anti-Dumping-Zölle gegen China Solarfirmen beantragen Verlängerung

EU ProSun werde den Antrag fristgerecht Anfang September einreichen.

Brüssel – Eine Gruppe europäischer Solarfirmen will sich bei der Europäischen Kommission dafür einsetzen, dass die Anti-Dumping-Zölle gegen chinesische Fotovoltaik-Produkte auch in den nächsten Jahren weiter erhoben werden. Die von der EU-Kommission vor zwei Jahren verhängten Strafzölle gegen billige Solarzellen und Solarmodule aus China laufen am 7. Dezember aus.

„Angesichts der zahlreichen Versuche chinesischer Hersteller, die europäischen Schutzzölle zu unterlaufen und zu umgehen, werden wir eine Verlängerung der Anti-Dumping-Maßnahmen beantragen“, sagte EU-ProSun-Präsident Milan Nitzschke der „Welt“. EU ProSun werde den Antrag fristgerecht Anfang September in Brüssel einreichen. EU ProSun vertritt nach eigenen Angaben rund 30 europäische Hersteller.

Nitzschke, der auch Manager des deutschen Herstellers Solarworld AG ist, hatte zuletzt beklagt, dass chinesische Hersteller die europäischen Schutzzölle unterliefen, indem sie Solarzellen- und Module über Häfen in Taiwan und Malaysia auslieferten. Die EU-Kommission hatte in der vergangenen Woche deshalb beschlossen, ihre Dumping-Untersuchungen auch auf diese Länder auszudehnen.

Die Forderung nach einer Verlängerung der Anti-Dumping-Maßnahmen der EU wird nicht von der ganzen europäischen Solarbranche unterstützt. Die „European Photovoltaic Industry Association“ (EPIA) hatte kürzlich ihre bislang neutrale Haltung im Handelsstreit aufgegeben und sich für eine schnellstmögliche Abschaffung der Handelshemmnisse zwischen China und Europa ausgesprochen.

Die in der EPIA zusammengeschlossenen Firmen befürchten, dass der Zoll die Preise für Solartechnik in Europa auf dem jetzigen Niveau zementieren würde, so dass Kostensenkungen auf Herstellerseite nicht an die Kunden weitergegeben werden könnten.

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