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Lars Vilks

© OlofE / CC BY 3.0

17.02.2015

Nach Anschlägen von Kopenhagen Mohammed-Karikaturist Vilks will weitermachen wie bisher

Die Gesellschaft dürfe ihr Recht auf Meinungsfreiheit nicht ändern.

Kopenhagen – Wenige Tage nach den Anschlägen von Kopenhagen hat sich der schwedische Mohammed-Karikaturist Lars Vilks in der „Süddeutschen Zeitung“ geäußert und erklärt, er wolle weitermachen wie bisher. Die Taten, bei denen zwei Menschen getötet wurden, hätten ihn sehr erschüttert, sagte Vilks.

Er war vermutlich Ziel der ersten Attacke des Attentäters, der am Wochenende in Kopenhagen ein Café und eine Synagoge mit Schusswaffen angegriffen und dabei 2 Menschen getötet hatte. Der Attentäter El-Hussein starb anschließend bei einem Schusswechsel mit der Polizei.

Vilks sagte, er habe noch nie eine Schießerei erlebt. Es gebe aber keinen Grund, wütend zu sein. Ihm sei bewusst, dass es „diese Fanatiker und Extremisten“ gebe, „die bereit sind zu töten und selbst getötet zu werden“.

Vilks hält sich derzeit an einem geheimen Ort in Schweden auf und kann nach eigener Aussage „für eine lange Zeit“ nicht nach Hause zurückkehren. Seine Arbeit als Karikaturist will er nicht aufgeben. Es wäre ein Desaster, „jetzt einen Schritt zurückzutreten und vorsichtiger zu werden“, sagte er.

Beschuldigungen vieler Menschen, er sei selbst Schuld an dem Angriff auf ihn, weil er provoziert habe, weist er als „Dummheit“ zurück. Die Gesellschaft dürfe ihr Recht auf Meinungsfreiheit nicht ändern. „Wir verhandeln nicht mit Mördern“, sagte Vilks.

Dennoch würden solche Taten die Kunst verändern. Es seien Menschen getötet worden, „es kann also nicht mehr rumgescherzt werden“, sagte er.

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