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Annette Schavan rechnet mit Annahme von umstrittenem Bildungskonzept

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14.08.2011

Schulsystem Annette Schavan rechnet mit Annahme von umstrittenem Bildungskonzept

Berlin – Die stellvertretende CDU-Vorsitzende und Bundesbildungsministerin Annette Schavan ist davon überzeugt, dass ihr umstrittenes Bildungskonzept zur Abschaffung der Hauptschule vom Bundesparteitag der CDU im November angenommen wird. In einem Interview mit „Bild am Sonntag“ sagte Schavan: „Ich rechne mit einer großen Mehrheit für das Papier. Die CDU steht für eine Bildungspolitik, bei der niemand verloren geht.“

Zu ihrem Konzept sieht Schavan keine Alternativen: „Es gibt eine Alternative zur planmäßigen Weiterentwicklung der Hauptschule. Und die geht so: Irgendwann macht der letzte Schüler das Licht aus.“ Die Ministerin sieht in der Zusammenlegung von Haupt- und Realschule einen Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit: „Wir müssen die Hauptschule weiter entwickeln, etwa zu einer Oberschule, in der auch die Realschule aufgehen kann, wenn wir die Zukunftschancen der Jugend wahren wollen und wenn wir nicht wollen, dass jemand verloren geht. Mir geht es darum, die Jugendarbeitslosigkeit, die derzeit bei 9,4 Prozent liegt, weiter zu senken.“

Schavan machte deutlich, dass es ihr nicht um die Abschaffung, sondern eine Fortentwicklung der Hauptschule geht: „Wir müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass nur noch zwei Prozent der Eltern in Deutschland sich für ihr Kind einen Platz in der Hauptschule wünschen. In Hessen besuchen gerade einmal 2,5 Prozent der Schüler eine Hauptschule.“ Die Bundesbildungsministerin will auch künftig an der Praxisnähe im Schulsystem festhalten: „Die Besonderheit der Hauptschule ist doch ihre Nähe zur beruflichen Bildung. Wenn ich nicht will, dass das verschwindet, muss ich neue Wege gehen.“

Schavan verwies auf bereits umgesetzte Modelle in manchen Bundesländern: „In Sachsen und Thüringen sind Haupt- und Realschule bereits unter einem Dach. In Bayern und Baden-Württemberg wird die Hauptschule zur Mittelschule und zur Werkrealschule weiter entwickelt. So unterschiedlich die Wege sind, entscheidend ist die Frage, ob es uns gelingt, die Förderung der Schüler zu verbessern, die sich schwer tun.“

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