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07.04.2010

Anklage wegen Unterstützung des iranischen Raketenprogramms

Karlsruhe – Die Bundesanwaltschaft hat gegen einen 52-jährigen Iraner und einen 49-jährigen Deutsch-Iraner Anklage erhoben, weil sie das iranische Raketenprogramm unterstützt haben sollen. Die beiden Beschuldigten müssen sich vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Sie wirft dem 52-jährigen Mohsen A. und dem 49-jährigen Behzad S. vor, im Juli 2007 einen Vakuum-Sinterofen im Wert von rund 850.000 Euro aus Deutschland in den Iran exportiert und damit gegen das Iran-Embargo verstoßen zu haben.

Laut Bundesanwaltschaft entwickelt der Iran seit Ende der 1990er Jahre Raketen mit großer Reichweite als Trägersysteme für Massenvernichtungswaffen. Um die Steuerungsbauteile und den Gefechtskopf von Raketen mit hitzebeständigen Stoffen zu beschichten, werden spezielle Vakuum-Öfen benötigt. Deren Ausfuhr sei jedoch vom Iran-Embargo erfasst und seit April 2007 verboten. Der Angeschuldigte Mohsen A. soll darüber hinaus den deutschen Hersteller der Anlage beauftragt haben, die an ihn gelieferte Anlage im März 2008 im Iran für den Betrieb aufzustellen und einzurichten.

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