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Anklage gegen Düsseldorfer Al-Kaida-Zelle erhoben

© dapd

03.05.2012

Bundesanwaltschaft Anklage gegen Düsseldorfer Al-Kaida-Zelle erhoben

Vier mutmaßliche Terroristen sollen „aufsehenerregenden Terroranschlag“ in Deutschland geplant haben.

Karlsruhe/Düsseldorf – Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen die vor einem Jahr aufgedeckte Düsseldorfer Al-Kaida-Zelle erhoben. Die vier mutmaßlichen Mitglieder der Terrororganisation sollen im Auftrag der Al-Kaida-Führung geplant haben, einen „aufsehenerregenden Terroranschlag“ in Deutschland zu verüben, wie die Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte.

Ein konkretes Anschlagsziel hatten die mutmaßlichen Terroristen den Ermittlungen zufolge noch nicht ausgewählt. Sie hätten jedoch versucht Sprengstoff herzustellen. Der Kopf der Gruppe – der 30-jährige Marokkaner Abdeladim El-K. – hatte sich den Angaben zufolge bereits über Sicherheitsvorkehrungen an öffentlichen Gebäuden, Flughäfen und Bahnhöfen informiert.

Bei den weiteren Beschuldigten handelt es sich um den 32-jährigen Deutsch-Marokkaner Jamil S., den 20-jährigen Deutsch-Iraner Amid C. und den 27-jährigen deutschen Staatsangehörigen Halil S. Die Anklage wurde vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf erhoben.

Der Hauptbeschuldigte El-K. soll demnach die „beabsichtigte schwere staatsgefährdende Gewalttat“ in einem Al-Kaida-Ausbildungslager vorbereitet haben. Er sei von der Al-Kaida-Führung mit dem Aufbau einer Zelle zur Begehung von Anschlägen in Deutschland beauftragt worden.

Halil S. würden zudem zahlreiche Urkundenfälschungen und Betrugstaten sowie ein Computerbetrug vorgeworfen, mit denen er finanzielle Mittel für das Anschlagsvorhaben habe beschaffen wollen. Den beiden weiteren Beschuldigten seien vor allem logistische Aufgaben zugekommen. Die vier Männer befinden sich in Untersuchungshaft. Ihnen wird „Mitgliedschaft in der ausländischen terroristischen Vereinigung Al-Kaida“ vorgeworfen.

El-K. und Jamil S. hätten ab Anfang April 2011 nach Möglichkeiten gesucht, Wasserstoffperoxid, Aceton und weitere für die Herstellung von Sprengsätzen nötige Materialien zu beschaffen. Zudem habe El-K. diesem beigebracht, aus handelsüblichen Grundstoffen Sprengstoff herzustellen. Ende April 2011 hätten sie in der Wohnung von Jamil S. versucht, aus Grillanzündern Hexamin für Sprengstoff zu gewinnen.

Die Bundesanwaltschaft stützt sich nach SWR-Informationen in ihrer Anklage unter anderem auf akustische Wohnraumüberwachung. Die Beschuldigten Abdeladim El-K., Jamil S. und Amid C. wurden am 29. April 2011 in Düsseldorf und Bochum festgenommen. Halil S. gelang es zunächst, seine Identität zu verschleiern und einer Festnahme zu entgehen. Er habe die Anschlagspläne in der Folgezeit weiterverfolgt. Er wurde schließlich am 8. Dezember 2011 in Bochum festgenommen.

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