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31.10.2009

Angehörige und NPD im Unklaren über Erbe von Funktionär Rieger

Hamburg – Nach dem Tod des Hamburger Anwalts und Parteifunktionärs der rechtsextremen NPD, Jürgen Rieger, beginnt nun das Rennen um dessen Erbe. Rieger galt als zentraler Geldgeber der NPD. Wiederholt war er als Kaufinteressent für heruntergewirtschaftete Hotels, Gasthäuser oder Kinos aufgetreten und hatte Pläne für rechtsradikale Schulungszentren vorgelegt. Ob Rieger in seinem Testament auch die NPD bedacht hat, ist bislang noch unklar. Von den Hinterbliebenen des Geldgebers kann die rechtsextreme Partei augenscheinlich keine weiteren Finanzspritzen erwarten, die Familie Riegers teilte dessen extreme Ansichten offenbar nicht. Laut Günter Heiß, Chef des niedersächsischen Verfassungsschutzes müsse sich die NPD nun „schon Sorgen machen“, schließlich stehe da „jetzt kein Finanzier mehr, der aus seiner Schatulle zuschießt“. Ähnlich sehen es auch beispielsweise die Kommunen Faßberg und Celle, in denen der Nationalsozialist angeblich Neonazi-Zentren plante. Die Stadt Delmenhorst hatte zuletzt drei Millionen Euro für ein marodes Hotel gezahlt, um so sicherzustellen, dass es nicht in die Hände der NPD falle. Auch die ausstehenden Forderungen über 1,27 Millionen Euro wegen Verstößen gegen das Parteiengesetz dürften der ohnehin finanziell angeschlagenen Partei weiter zusetzen. Rieger war am Donnerstag im Alter von 63 Jahren den Folgen eines Schlaganfalls erlegen.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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