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Angebliche Pressehetze beklagt

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23.01.2012

FDP Angebliche Pressehetze beklagt

FDP-Bundestagsabgeordneter will Medien auf die Finger klopfen.

Dresden – Der FDP-Bundestagsabgeordnete Joachim Günther sieht seine Partei als Opfer einer Medienkampagne und ruft zum Boykott kritischer Zeitungen und Sender auf. Die Dresdner “Sächsische Zeitung” berichtete, der frühere sächsische Landesvorsitzende schreibe an Fraktionskollegen, “Medien mit linksgrüner Hysterie-Berichterstattung” stellten die FDP-Position zur Finanztransaktionssteuer bewusst irreführend dar. Ähnlich sei es bei der Vorratsdatenspeicherung.

Die FDP habe sich “ihren nachweislich erfolgreichen Vorsitzenden aufgrund einer ungehörigen Medienkampagne abtreiben lassen”, zitierte das Blatt aus Günthers Schreiben. Derzeit werde Bundespräsident Christian Wulff von einer “Journalistenmeute wie ein räudiger Fuchs über sämtliche Titelblätter und durch alle Fernsehsendungen gehetzt”. Die Presse verhalte sich “wie ein vierjähriges Kind, das austestet, wie weit es noch gehen kann, ehe ihm einer auf die Finger klopft.”

In seinem Brief schreibt das ehemalige DDR-Blockparteimitglied Günther dem Bericht zufolge, es sei an der Zeit, “dass wir als Liberale das Spiel beenden, das uns die Presse deutschlandweit seit Monaten aufzwingt”. “Nun kann man unmoralische und unfähige Journalisten nicht einfach zum Rücktritt auffordern. Wohl aber kann man Zeitungen abbestellen, Radio- und Fernsehsender nicht mehr einschalten. Ich bin sicher, dann würde sich einiges ändern im medialen Bereich”, schrieb Günther. Der Brief soll auch an Unions-Abgeordnete gegangen sein.

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