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Amtsgericht eröffnet Insolvenzverfahren

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28.02.2012

Solar Millennium Amtsgericht eröffnet Insolvenzverfahren

Den rund 40 Mitarbeitern der AG wurde gekündigt.

Erlangen – Das Insolvenzverfahren über die zahlungsunfähige Solar Millennium AG ist eröffnet. Zum Insolvenzverwalter bestellte das zuständige Amtsgericht in Fürth den bisherigen Verwalter Volker Böhm aus Nürnberg, wie dessen Kanzlei am Dienstag mitteilte. Mit Eröffnung des Verfahrens gehe die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf ihn über. Solar Millennium hatte kurz vor Weihnachten Insolvenzantrag gestellt.

Böhm wird sich den Angaben zufolge weiter um Investoren kümmern. Chancen auf Übernahmen bestünden noch für die in Köln ansässige Projekt-Tochter Flagsol GmbH und einige wenige spanische Projekte, insbesondere das Arenales-Projekt.

Ob eine Übernahme des Erlanger Solarkraftwerkentwicklers als Ganzes möglich sei, lasse sich noch nicht absehen. Den rund 40 Mitarbeitern der AG sei am Dienstag gekündigt worden.

Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens können die Gläubiger ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden. Die Gläubigerversammlung sei für 15. Mai in Erlangen geplant, sagte Böhms Sprecher Christoph Möller.

Insgesamt hinterlässt die Pleite von Solar Millennium rund 30.000 Geschädigte, davon etwa 14.000 Aktionäre und 16.000 Anleihe-Gläubiger. Wie es weiter hieß, bestellte das Amtsgericht einen Gläubigerausschuss, in dem mit Klaus Nieding von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) auch die Seite der Schuldverschreibungsgläubiger vertreten ist.

Böhm werde die Prüfung eventuell bestehender Haftungsansprüche fortsetzen. Insbesondere werde er untersuchen, ob das Management für Investitionen von rund 80 Millionen Euro von Solar Millennium in den USA haften müsse. Es gehöre zu den Aufgaben eines Insolvenzverwalters zu prüfen, ob Schadenersatzansprüche bestünden und diese im Interesse der Gläubiger durchzusetzen. „Im Fall der Solar Millennium mit ihrem komplizierten Geflecht aus Tochtergesellschaften und Beteiligungen wird dies jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen“, wurde betont.

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