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Amok-Berichterstattung Presserat veröffentlicht Praxis-Leitfaden

Berlin – Der Deutsche Presserat hat am Montag seinen Leitfaden zur Amok-Berichterstattung im Internet veröffentlicht. Das 51-seitige Papier soll Journalisten bei wichtigen Fragen im Redaktionsalltag eine Orientierung geben. Auf Basis der bisherigen Sprachpraxis, die geprägt ist von den Amokläufen in Winnenden, Emsdetten und Erfurt, hat der Presserat Empfehlungen formuliert. Zu jeder Empfehlung sind Fälle dokumentiert, die aufzeigen, wie und nach welchen Kriterien die Beschwerdeausschüsse entschieden haben.

„Redaktionen müssen Leser über solch ein schreckliches Ereignis informieren, wollen sie ihrem Informationsauftrag gerecht werden. Doch es erfordert eine hohe Verantwortung und Sensibilität von Journalisten, dem begründeten öffentlichen Interesse auf der einen Seite und den ethischen Aspekten des Geschehens auf der anderen Seite gerecht zu werden. Wir möchten die Redaktionen bei diesem schwierigen Abwägungsprozess mit unserem Leitfaden unterstützen“, sagt Bernd Hilder, Sprecher des Deutschen Presserats. „Opfer dürfen durch eine Veröffentlichung nicht ein zweites Mal zu Opfern werden“, so Hilder weiter.

Der Deutsche Presserat war im Zuge der gesellschaftlich-politischen Aufarbeitung der Ereignisse von Winnenden in mehreren Expertenkommissionen auf Landes- und Bundesebenen vertreten und lud selbst zu einer Expertenrunde mit Verhaltenspsychologen. Diese Berichte sind in dem Papier ebenfalls dokumentiert.

06.09.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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