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Altersarmut: Bundesregierung will mehr Verbraucherschutz bei der Riester-Rente

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17.09.2011

Rente Altersarmut: Bundesregierung will mehr Verbraucherschutz bei der Riester-Rente

Berlin – Die Bundesregierung will die geplante Renten-Reform gegen Altersarmut mit einem Vorstoß für mehr Verbraucherschutz bei den Riester-Rentenverträgen verknüpfen. Das berichtet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“.

„Wir prüfen gemeinsam mit den Beteiligten im Rentendialog, welche Schritte für mehr Transparenz, Verbraucherschutz und Attraktivität der Riester-Rente möglich sind“, sagte ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums.

Erwogen werden nach Informationen der Zeitungen unter anderem Vorschriften, die Kunden klarer über Kosten und garantierte Rentenleistungen eines Riester-Vertrages zu informieren. Geprüft wird auch, ob die von den Anbietern berechneten Kosten etwa für Provisionen gesetzlich begrenzt werden sollen. Details sind aber noch offen und sollen jetzt im Rentendialog beraten werden.

Entsprechende Forderungen erheben bereits Verbraucherschützer. Der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband, Gerd Billen, sagte den WAZ-Zeitungen: „Die Kopplung der Zuschuss-Rente an die private Vorsorge kann man nur machen, wenn die Riester-Rente verbraucherfreundlich, einfacher und transparenter wird“. Bislang sei sie „viel zu bürokratisch, gut gemeint, aber schlecht gemacht.“

Billen kritisierte: „Ein großer Teil der steuerlichen Förderung landet in Provisionen und Verwaltungsgebühren bei Versicherungen und Banken, das kann nicht sein“. Billen forderte neben einer Kostendeckelung klare Vorschriften für die Produktinformation, die Verpflichtung zu verbindlichen Angaben über Kosten und Rentenleistungen sowie eine bessere Kontrolle der Angebote und Anbieter. Von der Leyen habe beim Rentendialog politische Unterstützung für diese Forderungen signalisiert, sagte Billen.

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