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Deutsche Bank

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22.05.2013

Aktionäre Deutsche-Bank-Chefs sollen Boni zurückzahlen

Viele Skandale haben ihre Wurzeln im Investmentbanking.

Frankfurt – Im Vorfeld der Hauptversammlung der Deutschen Bank an diesem Donnerstag machen Aktionäre ihrem Ärger Luft. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) fordert, dass die Vorstände der Deutschen Bank angesichts der vielen Skandale ihre Boni zurückzahlen sollten.

„Banker sollten ihre Boni zurückzahlen müssen, wenn sich Geschäfte als verlustreich herausgestellt haben. Das gilt nicht nur für Mitarbeiter in der zweiten Reihe, sondern auch für Vorstände“, sagt DSW-Vertreter Klaus Nieding im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“.

Viele Skandale, mit denen die Bank heute kämpft, haben ihre Wurzeln im Investmentbanking, also in jener Einheit, der über Jahre hinweg Co-Vorstandschef Anshu Jain vorstand. Deswegen sieht ihn Nieding in der Pflicht, genauso wie Josef Ackermann, der viele Jahre als Vorstandschef die Gesamtverantwortung für die Bank trug.

Aber auch alle anderen Vorstände sind betroffen: „Die Bank muss offenlegen, welche Vorstände durch Boni persönlich von Geschäften profitiert haben, die im Nachhinein Verluste verursacht haben. Und sie muss erklären, wie sie diese Personen zur Rechenschaft zieht“, so Nieding weiter.

Gerade im Geschäftsjahr 2012 hätten sich besonders viele Geschäfte als belastend für die Bank herausgestellt. „Es gehört zum Kulturwandel dazu, dass man diese Geschäfte im Nachhinein auf den Prüfstand stellt“, so Nieding.

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