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06.02.2010

Aigner will gegen Google Street View vorgehen

Berlin – Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat scharfe Kritik am Internetdienst Google Street View geübt. „Die flächendeckende Fotoaktion ist nichts anderes als eine millionenfache Verletzung der Privatsphäre“, sagte Aigner in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“. „Ich wehre mich gegen diese Form der Entblößung. Kein Geheimdienst dieser Welt würde so ungeniert auf Bilderjagd gehen.“ Google Street View stellt detaillierte Bilder von Häusern und Straßenzügen zur Verfügung. Für den Dienst macht Google Aufnahmen in einer 360 Grad Ansicht und lässt systematisch alle Städte und Gemeinden fotografieren. Noch sind die Daten deutscher Städte im Internet nicht verfügbar. Aigner stehe im Kontakt mit dem Innenministerium, „um rechtliche Schritte und mögliche Gesetzesänderungen zu prüfen“. „Ich setzte mich dafür ein, das bisherige Verfahren umzudrehen. Die Bürger sollten nicht gegen eine Veröffentlichung ihrer privaten Daten widersprechen müssen, sondern Google sollte die Pflicht haben, die Genehmigung der Bürger einzuholen, wenn sie das Foto eines Privathauses veröffentlichen möchten“, so die Ministerin.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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