Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

18.01.2011

Afrika-Experte begrüßt neue Übergangsregierung in Tunesien

Köln – Die Einbindung alter Mitglieder der gestürzten Regierung in Tunesien in den neuen Demokratisierungsprozess hält Hardy Ostry, Teamleiter Afrika und Naher Osten der Konrad-Adenauer-Gesellschaft, für sinnvoll. „Ich halte es aus strategischen Überlegungen für gar nicht schlecht, den Rückgriff auf Experten und Technokraten zu machen, die sich bereits bewährt haben“, so Ostry in einem Interview mit dem „Deutschlandfunk“. Trotz der Proteste und des Zeitdrucks müsse man der neuen Regierung Zeit geben, so der Experte. „Schließlich hat die ehemalige Opposition erstmals nach 1956 wieder Regierungsaufgaben übernommen.“

Angesprochen auf die kurze 60-Tage-Frist bis zu den Neuwahlen gab Ostry an: „Gerade vor dem Hintergrund der jetzigen Situation ist die Frist sehr kurz. Die Parteien müssen jetzt wirklich schauen, sich schnell zu strukturieren und zu organisieren.“ Trotz der aktuellen Probleme und der angekündigten Rückkehr des Vorsitzenden der verbotenen Islampartei, Rashid Ganushi, ist Ostry der festen Überzeugung, dass Tunesien keine Angst vor einer Islamisierung haben muss. „Der tunesische Gesellschaftsentwurf lässt keinen Platz für islamistische Strömungen.“

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/afrika-experte-begruesst-neue-uebergangsregierung-in-tunesien-19002.html

Weitere Nachrichten

Helmut Kohl

© über dts Nachrichtenagentur

Tod des Altbundeskanzlers Henry Kissinger würdigt Helmut Kohl

Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger hat den verstorbenen Altbundeskanzler Helmut Kohl gewürdigt: Kohl sei ein "Mann von außerordentlicher ...

Militärpolizei in Paris

© über dts Nachrichtenagentur

Europol Wainwright will schnelle Anti-Terrorkräfte in jedem EU-Land

Der Chef der europäischen Polizeibehörde Europol, Rob Wainwright, hat angesichts der schweren Terroranschläge in Europa schnelle Anti-Terrorkräfte in jedem ...

Polizist

© über dts Nachrichtenagentur

Europol-Chef Höhepunkt der Terrorwelle noch nicht erreicht

Der Chef der europäischen Polizeibehörde Europol, Rob Wainwright, sieht den Höhepunkt der Terroranschläge in Europa noch nicht erreicht. "Die Terrorgefahr ...

Weitere Schlagzeilen