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Tote bei Anschlag auf Regierungsgebäude

© AP, dapd

10.04.2012

Afghanistan Tote bei Anschlag auf Regierungsgebäude

Sicherheitskräfte erhielten Hinweis auf geplante Tat – Acht Polizisten in Helmand getötet.

Kabul – Ein Selbstmordanschlag auf ein Regierungsgebäude in der afghanischen Provinz Herat hat am Dienstag zehn Menschen das Leben gekostet. Bei den Opfern der Autobombe handele es sich um drei Polizisten und sieben Zivilpersonen, sagte Polizeisprecher Nur Chan Neksad. Weitere 27 Menschen seien bei dem Anschlag verletzt worden, darunter auch Kinder. Das afghanische Innenministerium sprach sogar von elf Todesopfern.

Zum Zeitpunkt des Anschlags in den Morgenstunden hätten sich zahlreiche Menschen vor dem Gebäude versammelt, die auf einen Termin mit den Verwaltungsmitarbeitern warteten, sagte der Polizeichef des Bezirks Gusara, Nasar Ahmad Popul. In einem zerstörten Geländefahrzeug vor dem Tor des Geländes wurden zwei Männer und eine Frau tot aufgefunden. Die Behörden konnten nicht sagen, wer von den drei Insassen den Sprengsatz zündete.

Polizeisprecher Rauf Ahmedi sagte, die Sicherheitskräfte hätten einen Hinweis erhalten, dass der Wagen mit Sprengstoff beladen sei. Polizisten hätten das Auto verfolgt und versucht, es zu stoppen. Der Fahrer habe dann vergeblich versucht, einen Kontrollpunkt vor dem Eingang des Gebäudes zu passieren. Als er angehalten worden sei, sei der Wagen explodiert.

„Die Detonation war stark und es gibt Opfer unter den Polizisten und Zivilpersonen“, sagte Popul, der sich zum Zeitpunkt der Explosion im Gebäude befand.

Herat gilt als ruhige Provinz

Die Provinz Herat im Westen des Landes gilt als relativ ruhig. Die meisten Angriffe von Aufständischen ereignen sich im Süden und Osten Afghanistans. Im größten Teil von Herat ist die Verantwortung bereits an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben worden oder wird derzeit übergeben.

Im Süden des Landes wurden unterdessen acht afghanische Polizisten bei einem Anschlag getötet. Ein Sprecher der Provinzregierung in Helmand erklärte, drei Selbstmordattentäter hätten versucht, die Wache im Bezirk Musa Kala zu stürmen. Die Beamten hätten sie jedoch entdeckt und einen von ihnen getötet. Die anderen beiden sprengten sich in die Luft.

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