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03.12.2009

Afghanistan Guttenberg räumt Fehler der Bundeswehr ein

Berlin – Drei Monate nach dem Luftangriff auf die entführten Tanklaster im Kunduz hat die Bundesregierung ihre Meinung dazu grundlegend geändert. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bezeichnete den Vorfall heute vor dem Bundestag als „aus heutiger Sicht militärisch nicht angemessen“. Überdies hat Guttenberg Fehler der Bundeswehr zugegeben, aber bekräftigt, dass der deutsche Oberst Georg Klein „zweifellos nach bestem Wissen und Gewissen und zum Schutze seiner Soldaten“ gehandelt habe. Klein habe sich sogar in „kriegsähnlichen Zuständen“ befunden.

Der Bundesverteidigungsminister hat seine Stellungnahme korrigiert, weil ihm zum Zeitpunkt der ersten Einschätzung noch nicht alle Informationen bekannt waren. Bei dem Luftangriff am 4. September auf zwei Tanklaster, die von den Taliban entführt worden, sind rund 140 Menschen in der afghanischen Provinz Kunduz ums Leben gekommen. Unter ihnen befanden sich auch zahlreiche Zivilisten, was jedoch erst spät vom Verteidigungsministerium offiziell bestätigt wurde. Der ehemalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung ist infolge der starken Kritik an der Informationspolitik seines Ministeriums in der letzten Woche von seinem Amt als Arbeitsminister zurückgetreten.

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