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30.08.2010

Äthiopien Mindestens 270.000 Menschen von Flut bedroht

Addis Abeba – In Äthiopien sind in der nordwestlichen Region Amhara mindestens 270.000 Menschen von schweren Überschwemmungen bedroht. Im September werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen schwere Regenfälle erwartet. In der vergangenen Woche seien bislang 19 Menschen bei Schlammlawinen ums Leben gekommen, fast 12.000 hätten ihre Häuser verlassen müssen, teilte die UN-Behörde für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) mit.

Während der Regenzeit, die von Juni bis September andauert, sind derartige Überschwemmungen keine Seltenheit. 2006 wurden mehr als 1.000 Menschen getötet und rund 300.000 wurden obdachlos. Laut einem UN-Bericht werden 6,8 Millionen US-Dollar benötigt, um auf diesen Notfall reagieren zu können.

Die Katastrophenschutzleitung des Landes geht hingegen von einer geringeren Zahl aus. Lediglich 153.000 Menschen würden von der Flut betroffen sein, von denen 25 Prozent ihre Häuser verlieren könnten. Nach jüngsten Wettervorhersagen sollen die Regenfälle noch bis Ende September anhalten.

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