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13.12.2009

Ärzte warnen vor “Würgespiel”

Köln – Ärzte warnen vor der Würge-Praktik, die als „Halstuchspiel“ bei Jugendlichen bekannt geworden ist. Der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Wolfram Hartmann sagte gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Focus“: „Dieses freiwillige Erdrosseln ist kein Spiel, sondern potenziell tödlich.“ Kinder und Jugendliche neigten dazu, „ihre Kräfte zu überschätzen“. Ihnen sei nicht klar, dass sie mit dem Selbstwürgen irreversible Hirnschäden oder sogar den Tod riskierten. Hartmann rät Eltern, auf Warnzeichen wie Strangulationsmale am Hals, häufige Kopf- und Ohrenschmerzen, Konzentrationsschwäche oder eine auffällige Vorliebe für Bänder, Seile und Tücher zu achten. Zudem sollten sie „offen über die Gefahren des Würgens“ sprechen. In den USA und Frankreich hat es bereits mehrere Todesfälle als Folge des „Würgespiels“ gegeben. In Brandenburg starb Anfang Dezember ein 14-Jähriger. Jugendliche wickeln sich Tücher, Schals oder Seile um den Hals und schnüren sich so die Luft ab. Sie fallen in einen ohnmachtsähnlichen Zustand und halluzinieren. Dieser Rausch mache wohl den „Kick“ aus, so Hartmann.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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