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Abstiegskampf statt Titeljagd

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03.02.2012

Markus Feulner Abstiegskampf statt Titeljagd

Markus Feulner ist zweimaliger Meister – doch sein großer Traum ist der Klassenerhalt mit Nürnberg.

Nürnberg – Markus Feulner kennt sich aus mit Erfolgen. Zweimal hat er die Deutsche Meisterschaft gefeiert, er war Aufstiegsheld und Jugend-Nationalspieler. Jetzt aber kämpft der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler mit dem 1. FC Nürnberg um den Klassenerhalt anstatt um Titel – und versucht damit das zu erreichen, was ihm schon mehrfach misslungen ist.

Dass Feulner als ehemaliger Bayern- und Dortmund-Spieler nicht mehr im Kampf um die Spitzenposition im deutschen Fußball mitwirkt, ist für ihn kein Grund zur Enttäuschung. Im Gegenteil: “Es ist mein großes Ziel, den Klassenerhalt zu schaffen, daher würde ich das an erste Stelle setzen”, sagt er der Nachrichtenagentur dapd.

Feulner gewann zwar als Ersatzspieler mit Bayern München 2003 und mit Borussia Dortmund 2011 die Deutsche Meisterschaft. Doch den Erhalt der Klasse mit einem Abstiegskandidaten schaffte er noch nicht. So stieg er 2004 und 2006 mit dem 1. FC Köln sowie 2007 mit dem FSV Mainz 05 aus der Bundesliga ab. In Nürnberg bietet sich ihm jetzt die Gelegenheit, dieser Negativserie ein Ende zu setzen – und das als Stammspieler.

In Dortmund kam er in der Meisterschaftssaison 2011 nur auf knapp 25 Minuten Einsatzzeit in der Bundesliga. Auch in der vorherigen Spielzeit, seinem ersten Jahr bei der Borussia, lief er in der Liga nur einmal von Beginn an auf. Bis ihm Dortmunder Spieler zu einem Pflichtspieltor gratulieren konnten, hatte er den BVB bereits wieder verlassen. So erzielte er gleich in seinem ersten Pflichtspiel für den 1. FC Nürnberg in der ersten Runde des DFB-Pokals drei Treffer beim 5:1 gegen Arminia Bielefeld – und danach klingelte sein Handy im Minutentakt. “Das Spiel hatten einige Kollegen in der Sportschau gesehen. Auch Roman Weidenfeller und Mats Hummels haben kurz angerufen und sich richtig für mich gefreut”, sagt Feulner.

Obwohl es für ihn in Dortmund “nicht gut lief”, wie er betont, bereut er die zwei Jahre im schwarz-gelben Trikot nicht: “Ich war Teil einer Wahnsinns-Mannschaft und wir haben als Nobodys den Titel gewonnen.” Dass es nicht für mehr Spielminuten gereicht hat, sei Verletzungen wie seinem Syndesmosebandanriss in der ersten Saison geschuldet. Zudem, sagt er, “lief es in der Mannschaft. Daher gab es keine Notwendigkeit zu wechseln”.

Mit dem Abschied nach Nürnberg entschied er sich letztlich für eine Rückkehr in seine Heimat, nach Franken. Nürnberg liegt rund 80 Kilometer von seinem Geburtsort Scheßlitz entfernt und bot ihm die Möglichkeit, weiter Bundesliga zu spielen. “Deswegen habe ich mich für Nürnberg entschieden und bin damit absolut glücklich.” Seit Saisonbeginn heißt sein Arbeitsauftrag daher Abstiegskampf statt Titelkampf. Und er weiß, “dass es schwieriger ist, gegen den Abstieg als um die Meisterschaft zu spielen, weil das mental noch mehr fordert”.

Bislang meistert er diesen Auftrag solide. Zwar hat er noch nicht zu seiner Offensivgefahr aus Mainzer Zeiten zurückgefunden, wo er es in einer Bundesliga- und zwei Zweitliga-Spielzeiten auf 15 Treffer und 20 Vorlagen in 87 Einsätzen brachte. Doch Trainer Dieter Hecking weiß seine Flexibilität zu schätzen und setzte ihn zuletzt gleich mehrmals als rechten Außenverteidiger ein. Feulners bevorzugtes Einsatzgebiet ist eigentlich das defensive Mittelfeld. Für seinen großen Traum vom Klassenerhalt würde er allerdings vieles opfern – auch seine Lieblingsposition.

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