newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Landwirtschaft Agrar
Foto: Hinrich / CC BY-SA 2.0 DE

Bauernprotest droht Abschlussbericht erzürnt Landwirte

Kritik an „Zukunftskommission Landwirtschaft“.

Osnabrück – Der Abschlussbericht der von der Bundesregierung eingesetzten „Zukunftskommission Landwirtschaft“ trifft in ebendieser Branche auf erhebliche Widerstände. Die Bauern-Protestbewegung „Land schafft Verbindung“ (LSV), deren Großdemonstrationen Auslöser für die Einberufung des Gremiums waren, behält sich vor, die Ergebnisse nicht zu akzeptieren.

Bundessprecher Anthony-Robert Lee sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag): „Wie wir uns positionieren, ob wir hinter dem Abschlussbericht stehen oder nicht, ist offen.“ Man arbeite den Bericht derzeit durch und werde voraussichtlich bis zum Wochenende eine Stellungnahme abgeben.

„Stimmung ist auf einem absoluten Tiefpunkt“

„Die Stimmung ist derzeit auf einem absoluten Tiefpunkt“, sagte Lee. „Viele Kollegen fragen sich angesichts des Berichtes: ,Dafür sind wir auf die Straße gegangen? Das soll es gewesen sein?'“

Neben dem Bericht sorge beispielsweise auch die Ankündigung einzelner Handelskonzerne für Unverständnis, künftig nur noch Fleisch aus besseren Haltungsbedingungen verkaufen zu wollen. Die dafür nötigen Umbauten an den Ställen bekommen viele Landwirte weder finanziert noch genehmigt. „Viele Bauern sind bereit, wieder auf die Straße zu gehen“, sagte Lee.

„Land schafft Verbindung“ hatte in Person von Landwirt Dirk Andresen an den Sitzungen der Kommission teilgenommen. Andresen ist allerdings mittlerweile von seinem Posten innerhalb der Protestbewegung zurückgetreten. Auf Anfrage der „NOZ“ verteidigte er den Abschlussbericht: Dieser sei ein klares Bekenntnis aller Beteiligten zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft. Das Gremium setzte sich aus mehr als 30 Vertretern aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Verbraucher-, Umwelt- und Tierschutz zusammen.

Der Abschlussbericht wurde am 6. Juli an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben.

16.07.2021 © newsburger.de

Weitere Meldungen

Bauwirtschaft Tarifverhandlungen werden vertagt

Die Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen für die rund 890.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe wurden vertagt. In der rund 10stündigen Verhandlung ist es unter anderem gelungen, sich auf einen Fahrplan für die weiteren Verhandlungen zu verständigen. ...

Thomas-Cook-Pleite Staat kommt billiger davon als gedacht

Die Entschädigungen für Kunden des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook kosten den Staat deutlich weniger als erwartet. Statt der von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) geschätzten 225 Millionen Euro hat das Thomas Cook Bundportal, das für die ...

ZDK Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 ist der falsche Weg

E-Fahrzeuge ZDK begrüßt Verlängerung der Innovationsprämie

DB Cargo-Chefin Nikutta China-Geschäft boomt wie nie

Willkommen im Club! Die Zusatzangebote der großen Online-Shops

Gewerkschaft Deutscher Lokführer GDL-Chef Weselsky für Personalabbau bei der Bahn

Hartges „Das ist kein Öffnungs-, sondern ein Schließungsplan“

Nachtzug-Geschäft Deutsche Bahn kauft keine neuen Schlafwagen

Autoexperte Das Apple-Auto wird es nicht geben

Corona-Pandemie Krankenhausärzte warnen vor Kliniksterben

Bericht Beschwerden über Airlines erreichen Rekordniveau

Schleppende Versorgung Wachsende Kritik an Corona-Impfstoffherstellern

Handelsverband Lockdown „Katastrophe“ für den niedersächsischen Handel

Corona-Pleiten 60 Prozent mehr Insolvenzgeld überwiesen als im Vorjahreszeitraum

Nah- und Fernverkehr Mehr als ein Drittel aller Bahnsteige der Bahn nicht barrierefrei

Coronavirus GDL-Chef Weselsky fordert Impfvorrang für Bahnbeschäftigte

SPD Fraktionschef fordert Staatseinstieg bei Thyssenkrupp

Gastronomie Aus Novemberhilfen müssen Winterhilfen werden

Wegen Corona Grundsicherungsbezug von Selbstständigen stark angestiegen

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »