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58 Todesopfer in sibirischer Kälte

© AP, dapd

31.01.2012

Wetter 58 Todesopfer in sibirischer Kälte

Allein 30 Tote in der Ukraine – Regierung in Kiew richtet Krisenstab ein.

Kiew – Sibirische Kälte hat in Osteuropa in den vergangenen Tagen mindestens 58 Menschen das Leben gekostet. Todesopfer gab es unter anderem in der Ukraine, Polen, Serbien und Russland. Allein in der Ukraine starben 30 Menschen an Unterkühlung. Die meisten von ihnen waren Obdachlose.

In der Hauptstadt Kiew und anderen Regionen gingen die Temperaturen auf minus 23 Grad zurück. Die meisten Todesopfer wurden erfroren auf den Straßen aufgefunden, wie das Katastrophenschutzministerium am Dienstag auf seiner Website mitteilte. Einige starben in Krankenhäusern oder in ihren Wohnungen. Noch am Vortag hatten die Behörden die Zahl der Kältetoten mit 18 angegeben.

Die Regierung zeigte sich alarmiert: Sie richtete einen Krisenstab ein, der rund um die Uhr tätig sein soll, wie die Nachrichtenagentur Unian am Dienstag berichtete. Das Gremium soll sicherstellen, dass es im Land ausreichend Anlaufstellen für besonders gefährdete Menschen wie Obdachlose gibt. Rund 15.000 Betreuungsstellen im Land wurden bereits eingerichtet. Sie bieten Gelegenheit zum Aufwärmen, heiße Getränke und Essen an. Für Obdachlose wurden zudem hunderte beheizte Zelte aufgeschlagen.

Schulen und Kindergärten wurden geschlossen. Die Stadtverwaltung erklärte, die Schulen sollten vom (morgigen) Mittwoch bis mindestens Montag geschlossen bleiben.

Polen verzeichnete innerhalb von 24 Stunden fünf Todesopfer durch die Kälte. Die Gesamtzahl der Toten stieg damit auf 15 in den vergangenen vier Tage, wie die Polizei erklärte. Die Temperaturen sanken im Südosten des Landes auf 27 Grad unter Null, in der Nacht wurden sogar minus 29 Grad erwartet.

In Rumänien kamen innerhalb von 24 Stunden zwei Menschen in der Kälte ums Leben, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag erklärte. Seit Beginn der Kältewelle starben acht Menschen. In Bukarest fiel die Temperatur in der Nacht auf 20 Grad unter Null.

Die Moskauer Gesundheitsbehörde meldete ein Kälte-Opfer. In der russischen Hauptstadt sank die Temperatur auf minus 21 Grad. Das russische Katastrophenschutzministerium veröffentlichte noch keine Angaben für das ganze Land.

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