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Wiederholung ausgeschlossen?

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06.02.2012

1962er Sturmflut Wiederholung ausgeschlossen?

Deiche sind heute besser geschützt als vor 50 Jahren.

Hamburg – Nach Einschätzung von Katastrophenschützern ist eine verheerende Sturmflut wie vor 50 Jahren in Hamburg heute ausgeschlossen. “Im Gegensatz zu damals sind die Deiche in einem viel besseren Zustand und auch der Bevölkerungsschutz hat einen ganz anderen Stellenwert”, sagte eine Sprecherin des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer auf dapd-Anfrage. Auch sei es unwahrscheinlich, dass eine solche Flut überhaupt wiederkehre.

“Eine Flut dieser Stärke kommt nur bei der unwahrscheinlichen Verkettung gleich mehrerer Faktoren zustande”, sagte ein Hydrograf des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) in Hamburg. Neben der sehr seltenen Sturmwetterlage über dem Nordatlantik sei dazu auch eine ungünstige Stellung der Gestirne nötig. Zwar kommen Sturmfluten von Zeit zu Zeit an der Nordseeküste und in Hamburg vor, aber selbst eine Drei-Meter-Flut sei nur vier Mal im letzten Jahrhundert vorgekommen.

Die Sturmflut vom 17. Februar 1962 hatte eine Höhe von 4,03 Metern über dem mittleren Hochwasser erreicht. Ab 1,50 Meter über dem mittleren Hochwasser wird von einer Sturmflut gesprochen.

Vor 50 Jahren war in den Flutschutzplänen nicht an eine Evakuierung von flutgefährdeten Gebieten gedacht worden. Viele Deiche befanden sich in marodem Zustand. “Die Stadt Hamburg hat aus dem Desaster gelernt und gilt seit Jahren als vorbildlich im Flutschutz”, sagte die Sprecherin des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer. Dazu gehöre auch die flächendeckende Warnung der Bevölkerung und die Evakuierung von gefährdeten Gebieten.

Auch die Hamburger Berufsfeuerwehr sieht sich gut auf eine Elbeflut vorbereitet. “Wir haben unsere festen Alarmpläne und kennen auch die wenigen Schwachstellen, die in den Deichen vorhanden sind”, sagte ein Feuerwehrsprecher auf dapd-Anfrage. Dazu komme, dass inzwischen alle Feuerwachen und Fahrzeuge miteinander in Funkkontakt stünden.

Obwohl viel weniger Katastrophenschützer und Soldaten zur Verfügung stehen, halten die meisten Experten die Rettungsarbeiten nach einem großen Unglücksfall für unproblematisch. “Bei Lagen, in denen wir eine gewisse Vorwarnzeit haben, um die Truppe heranzuführen, ist mir da gar nicht bange. Plötzlich auftretende Ereignisse sind dagegen eine Herausforderung”, sagte der Kommandeur des Hamburger Landeskommandos der Bundeswehr, Klaus Beyer, im dapd-Interview.

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