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1899 Hoffenheim gewöhnt sich an Babbel

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12.02.2012

1. Bundesliga 1899 Hoffenheim gewöhnt sich an Babbel

Punktgewinn nach einem Tag Training – Beck: “Trägt noch die Handschrift von Stanislawski”.

Bremen – Tom Starke ist ein cleverer und wohlerzogener Arbeitnehmer. Und deshalb hielt sich der Torwart von 1899 Hoffenheim zurück, als Holger Stanislawski in der vorigen Woche geschasst wurde. Und auch nach dem 1:1 am Samstag bei Werder Bremen vermied er es, mehr als Andeutungen über den neuen Trainer Markus Babbel loszuwerden. “Ich kenne ihn noch gar nicht, höchstens aus dem Fernsehen”, sagte Starke über die da erst 24 Stunden dauernde Zusammenarbeit mit dem Ex-Herthaner.

Erst eine gemeinsame Trainingseinheit hatte es gegeben und eine Reihe von Einzelgesprächen im Hotel am Spielort in Bremen. Details? Fehlanzeige. Ein paar taktische Dinge habe man besprochen, verrieten Spieler und Coach, vor allem das Defensivverhalten betreffend.

Stanislawskis Scherz und die Folgen

Für eine erste Analyse oder Standortbestimmung war es viel zu früh. Für einen Rückgriff auf das letzte Treffen in Hoffenheim zwischen Stanislawski und Babbel aber noch nicht zu spät. Im Dezember war das, als Babbel sich auf die Weihnachtsfeier bei Hertha BSC freute – und Stanislawski frech fragte: “Herr Babbel, glauben Sie, dass Sie dann noch da sind?” Der Scherz saß – und weil Stanislawski recht behielt, konnte er von Babbel abgelöst werden. Absurde Bundesliga.

Hoffenheims Kapitän Andreas Beck hatte wie Starke nach dem Remis in Bremen durch Tore von Jannik Vestergaard (4. Minute) und Marko Arnautovic (90.) Mühe, die ersten gemeinsamen Arbeitsschritte zu bewerten. “Das trägt noch die Handschrift von Trainer Stanislawski”, sagte Beck. “Acht Monate kann man nicht einfach beiseiteschieben.”

“Ein Trainerwechsel bewirkt immer etwas”

Babbel gab sich routiniert und ein wenig leichter: “Die Mannschaft hat es bedauert, dass Stani hat gehen müssen. Sie hat ihn geschätzt. Das zeigt mir, dass sie einen guten Charakter hat.” Die Antennen seien natürlich ausgefahren, erklärte der Neu-Trainer, dem laut Starke großer Respekt entgegengebracht wird. “Jeder wird hellhörig bei den Erfolgen, die er hatte.”

Angesichts der turbulenten Woche im Kraichgau waren alle zufrieden mit dem ersten gewonnen Punkt in Bremen. “Wir haben weniger Fehler gemacht. Das war zuletzt ja unser Manko. Darauf können wir aufbauen”, sagte Starke. Obwohl ihm der Rausschmiss des beliebten und geachteten Stanislawski augenscheinlich nicht gefallen hat, meinte der Torhüter: “Ein Trainerwechsel bewirkt immer etwas in einem. Man muss sich beweisen, kann sich neu zeigen.” Schon am Freitag im Heimspiel gegen Mainz 05 wieder.

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