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1. FC Köln verliert 0:1 gegen Hamburger SV

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12.02.2012

1. Bundesliga 1. FC Köln verliert 0:1 gegen Hamburger SV

Verletzter Podolski kritisiert Verein und wird bestraft.

Köln – Mit einem enttäuschenden 0:1 gegen den Hamburger SV nach einem sehr mäßigen Spiel und neuem Ärger um den verletzten Topstar Lukas Podolski ist dem 1. FC Köln zum Beginn des rheinischen Karnevals der Spaß vergangen. 46.500 Zuschauer erlebten eine massive Torverweigerung der beiden Bundesliga-”Dinos”, die in den letzten fünf Duellen immerhin 30 Treffer erzielt hatten. Doch Ergebnissen mit eingebauter Torgarantie wie einem 4:3, 2:6, 3:2, 3:3 und 1:3 – alles aus Kölner Sicht – folgte die massive Tristesse. Nur die Hamburger Fans durften kurz vor Schluss nach Guerreros Siegtreffer (88.) jubeln.

Am Tag vor der großen Karnevalssitzung des 1. FC Köln, an dem auch die Mannschaft teilnehmen darf, enttäuschten die Domstädter ihr Publikum erneut. Wie lange die Spieler an der Jecken-Party teilnehmen sollten, wollte Trainer Stale Solbakken vom Ergebnis gegen den HSV abhängig machen. Übermäßig fröhlich startet die Altweiber-Woche ohnehin nicht, nachdem FC-Star Podolski schon vor dem Anstoß gegen Hamburg für heftigen Ärger gesorgt hatte.

Der 26-Jährige hatte in einem Interview seiner Entäuschung mit harten Vorwürfen gegenüber der Vereinsführung Luft gemacht, weil die Verantwortlichen die meisten Versprechungen ihm gegenüber nicht erfüllt hätten. “Das ist ein Affront gegen den Verein”, sagte Kölns Geschäftsführer Claus Horstmann und kündigte eine Geldstrafe gegen Podolski an wegen eines “klaren arbeitsvertraglichen Verstoßes”. Ein Verbleib des Nationalspielers über das Saisonende hinaus dürfte immer unwahrscheinlicher werden.

Die Partie war ebenso unerfreulich. Bei Köln hatte Solbakken im Vergleich zum 1:0 in Kaiserslautern in der Abwehr Ammar Jemal für Kevin McKenna gebracht. Beim HSV, der in der Vorwoche ein 1:1 gegen den FC Bayern erkämpft hatte, ersetzte Gojko Kacar den gesperrten Tomas Rincon. Die Gäste erkämpften sich Feldvorteile und waren besonders über die schwache rechte Abwehrseite der Kölner gefährlich. Marcel Jansen und Mladen Petric sorgten für die besten Szenen. Vor allem der Volleyschuss von Jansen, den Henrique Sereno (23.) mit dem Rücken abwehrte, war brandgefährlich.

Die Kölner agierten in der Defensive diszipliniert und verlegten sich im eigenen Stadion aufs Kontern. Die beste Torchance hatte Slawomir Peszko, der im Laufduell Heiko Westermann abhängte, aber aus 14 Metern über das Tor schoss. Ansonsten konnte das Spiel der “Geißböcke” die Fans überhaupt nicht erwärmen. Ohne Podolski macht der Fußball der Kölner wenig Spaß. Die Hamburger aber schafften es trotz fast zwei Dritteln Ballbesitz nicht, richtige Torgefahr heraufzubeschwören. Das 0:0 zu Halbzeit entsprach den Leistungen.

Nach der Pause ergriffen die Rheinländer die Initiative. McKenna war für Christian Eichner ins Spiel gekommen, kurz danach war ein weiterer Wechsel fällig: Ammar Jemal verletzte sich bei der Ausführung eines gefährlichen Freistoßes, den HSV-Torwart Jaroslav Drobny mit den Fäusten klärte, und wurde gegen Odise Roshi ausgetauscht. Roshi hatte in Lautern nach seiner Einwechslung das Siegtor erzielt. Die besseren Chancen aber hatte der HSV, vor allem durch Petric, der aber mehrfach gut postiert den Siegtreffer vergab. Gut für die Hamburger, dass am Ende auf Guerrero Verlass war: Von Petric schön in Szene gesetzt überwand der Peruaner Keeper Rensing aus kurzer Entfernung.

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