Datenübertragung: UMTS war gestern, LTE und HSDPA+ sind reif

Long Term Evolution, kurz LTE, lockt mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s beim Download und bis zu 50 Mbit/s beim Upload. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sie die UMTS-Datenübertragung in ihrer jetzigen Form dauerhaft ablösen. Die neuen Möglichkeiten sind besonders auf Anwender mobiler Internetsticks ausgelegt und für eine neue Generation von Smartphones. Die Möglichkeiten reichen von der High-Quality-Videokonferenz, über das Sehen von HD-Filmen, bis hin zu einem Datenaustausch von Großprojekten. Der größte Vorteil wird letztendlich das dauerhafte starke Signal sein.
Vermarktet wird LTE als 4G, doch stimmt das nicht ganz. Es ist viel mehr der Letzte Schritt vor der eigentlichen Einführung des 4G Standards und müsste daher viel mehr 3.9G heißen. Derzeit erfüllt LTE noch nicht den Mobile-Telecommunications-Standard um sich 4G nennen zu dürfen. Die vierte Generation der mobilen Datenübertragung setzt eine Geschwindigkeit von mehr als 100 Mbit/s im Download voraus und mehr als 50 Mbit/s im Upload. Experten gehen, laut Medienberichten, von einer Übertagungsgeschwindigkeit von maximal 80 Mbit/s aus.
Die deutschen Mobilfunkanbieter setzen vorerst nur bedingt auf den Ausbau von LTE und wollen es nur im Zentren von Großstädten, Stadien und auf Messegeländen verbreiten. Sie tendieren mehr zu einem Übertragungsstandard HSDPA +. Mit ein Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 42 Mbit/s für den Download von Webinhalten, braucht sich diese Technologie nicht hinter der LTE-Konkurrenz zu verstecken. Der Blick auf die einzelnen Mobilfunkanbieter zeigt ein rasantes Jahr für alle Mobilsurfer in den Ballungsgebieten voraus.
Wenn es nach T-Mobil geht, kommen bereits im April die ersten USB-Sticks auf den Markt, die es dem User ermöglichen sollen, mit bis zu 21 Mbit/s das Web unterwegs zu durchforsten und parallel wird sich die herkömmliche HSDPA-Geschwindigkeit von 7,1 auf 14,2 Mbit/s verdoppeln.
Dass Vodafone, als zweites Flaggschiff der Mobilfunkunternehmer, hier nicht zurück bleibt, ist keine Überraschung. Das Unternehmen möchte ihre Kunden Mitte des Jahres den HSDPA+ Standard zur Verfügung stellen.
O² gilt als kleiner Vorreiter und bietet HSDPA+ bereits seit Ende 2009 in München an. Welche Rolle HSDPA+ letztendlich bei E-Plus einnehmen wird, bleibt offen.

Dorfbewohner am 31. March 2010 (22:17)1
Zitat: “Die deutschen Mobilfunkanbieter setzen vorerst nur bedingt auf den Ausbau von LTE und wollen es nur im Zentren von Großstädten, Stadien und auf Messegeländen verbreiten.”
Glücklicherweise setzt die BNA dem einen Riegel vor, da bei der anstehenden Versteigerung der 800-MHz Frequenzen, die “weißen Flecken” in Deutschland durch die Provider vorrangig mit der neuen Technik beseitigt werden müssen !!!