Mordfall Maria BögerlNach TV-Fahndung neue heiße Spur

Heidenheim – Im Mordfall Maria Bögerl sind nach der Ausstrahlung einer Sondersendung von “Aktenzeichen XY” mehr als 200 Hinweise eingegangen. Wie die “Bild-Zeitung” berichtet, soll darunter auch ein Tipp auf zwei mutmaßliche Täter sein. In der ZDF-Sendung vom Mittwochabend wurde der Fall aus dem Jahr 2010 umfangreich erklärt und um Hinweise gebeten. Die Beteiligung der Bevölkerung war auch nach mehr als zwei Jahren sehr hoch.
Der Fall der Maria Bögerl blieb bislang ungelöst. Die Ehefrau des Ex-Sparkassen Chefs Thomas Bögerl wurde entführt und nach gescheiterter Lösegeldübergabe durch Messerstiche getötet. Ihre Leiche wurde drei Wochen später in einem Waldstück gefunden.

Helmut Reiner am 9. September 2012 (18:26)1
Wenn man alle die veröffentlichten Fakten zusammenfaßt, ist doch anzunehmen, dass der oder die Täter über eine Perfektion und auch über einen Kenntnisstand verfügen, den es zuvor noch kaum jemals gegeben hat.
Auffallend sind schon die nachstehenden Details:
Der Anrufer gab in seiner telefonischen Forderung die Stückelung der jeweiligen Geldscheine vor, das machen in der Regel nur Bankfachleute. Er muss also schon aus dieser Richtung über enorme Fachkenntnisse verfügen.
Die Summe der gestückelten Banknoten ergab angeblich die Gesamtsumme von 300.000,00 Euro. Damals kurz nach der Tat fand ich einen Bericht, wonach Herr Bögerl genau über diese Summe alleine zeichnungsberechtigt gewesen sein soll. Ein Zufall kann dieser detaillierte Kenntnisstand des oder der Täter wohl kaum sein.
Der Sprachdialekt der sich angeblich “schwäbisch” anhörte, enthielt angeblich den Satz: Machen Sie keine “Sperenzle”. Von einem Migranten kann dieser Satz wohl kaum kommen.
Der spätere Abstellplatz des zum Tatfahrzeug gemachten Mercedes A-Klasse von Frau Bögerl, ist Touristen oder Fremden wohl kaum bekannt.
Die Liste der Zufälligkeiten ließe sich beliebig fortsetzen. Alle diese Fakten sind doch dazu geeignet, die Tätersuche nachhaltig einzugrenzen. Warum nach dieser Eingrenzung nicht schon ein Massengentest vollzogen wurde, ist zumindest verwunderlich.