MagdeburgZweijähriger außer Lebensgefahr

Haftantrag gegen Bekannten der Eltern gestellt – Familie wurde vom Jugendamt betreut.

Zweijähriger außer Lebensgefahr
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Magdeburg – Der schwer misshandelte Zweijährige aus Magdeburg ist am Donnerstagnachmittag nicht mehr in Lebensgefahr gewesen. Das sagte eine Polizeisprecherin auf dapd-Anfrage. Verantwortlich für die Verletzungen des Jungen soll ein Bekannter der Eltern sein. Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag gegen den 34-Jährigen wegen versuchten Totschlags. Die richterliche Entscheidung darüber stand am Nachmittag noch aus. Der Vater des Kindes, der zunächst auch in Gewahrsam war, wird nach Polizeiangaben nicht mehr verdächtigt.

Das Kleinkind war am Mittwoch mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Details zu der Art der Verletzungen wollte die Polizei weiter nicht nennen. Draußen vor dem Wohnhaus fanden die Beamten eine Blutlache. Hinweise, dass das Kind aus dem Fenster aus dem zweiten Stock stürzte oder geworfen wurde, gebe es derzeit nicht, sagte die Polizeisprecherin.

Die 39 Jahre alte Mutter, der 35-jährige Vater sowie der Bekannte, der sich ebenfalls in der Wohnung der Eltern aufhielt, waren am Mittwoch vernommen worden. Die Mutter wurde am selben Tag wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Familie war dem Jugendamt bereits seit 2006 bekannt und erhielt Hilfe zur Erziehung, wie die Stadt Magdeburg auf dapd-Anfrage bestätigte. Der letzte Wohnungsbesuch sei am 8. März gewesen, bei dem es keine besonderen Auffälligkeiten gegeben habe.

Erst Ende Februar war in Magdeburg ein zwei Monate alter Säugling nach einer Misshandlung gestorben. In diesem Fall soll ein Mann nach einem Streit mit seiner Lebensgefährtin seine Tochter getötet haben.

© dapd / newsburger.de - maa
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