Syrien-KonfliktKurden verhandeln über Staat in Nordsyrien

“Der neue Staat muss Teil eines föderativen Verbundes werden.”

Baschar al-Assad
© UN Photo/Evan Schneider

Damaskus – Inmitten des syrischen Bürgerkrieges wittern die Kurden offenbar ihre Chance auf einen unabhängigen Staat im Norden des Landes. Verschiedene Kurden-Organisationen, darunter auch die PKK, haben sich nach Informationen des Nachrichtenmagazins “Focus” darauf geeinigt, unter dieser Vorgabe mit der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu verhandeln.

Der Präsident der syrisch-kurdischen Nationalversammlung (Kurdnas), Sherkoh Abbas, sagte dem Magazin: “Der neue Staat muss Teil eines föderativen Verbundes werden, in dem die Rechte der Minderheiten gegenüber der Zentralregierung besser geschützt werden.” In Qamishli werde eine Regierung namens “Regionalregierung von Nordsyrien-Kurdistan” ihre Arbeit aufnehmen.

Auch die Alawiten würden einen eigenständigen Staat entlang der Mittelmeerküste anstreben, so Sherkoh Abbas: “Das ist al-Assads Plan B.” Ein Hinweis darauf, dass sich die Parteien bereits weitgehend einig sind, ist “Focus” zufolge der friedliche Abzug von al-Assads Truppen aus mehreren von Kurden bewohnten Städten in den vergangenen Tagen. Darunter sind Afrin nordwestlich und Ain al-Arab nordöstlich von Aleppo sowie Amuda und Malikiya.

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de - maa
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