FrankreichVerteidigungspakt zwischen Frankreich und Elfenbeinküste

Paris – Zum Auftakt seines dreitägigen Besuchs in Frankreich hat der ivorische Präsident Alassane Ouattara einen Verteidigungspakt mit Paris unterzeichnet. Danach sollen bis zu 300 französische Soldaten auf einem Stützpunkt außerhalb von Abidjan stationiert bleiben. Der neue Vertrag ersetzt eine Vereinbarung beider Länder von 1961.
Nach dem Treffen mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy dankte Outtara Frankreich für seine militärische Unterstützung in der Zeit nach der Präsidentenwahl 2010. Damals wollte Ouattaras Vorgänger Laurent Gbagbo trotz seiner Niederlage das Amt nicht aufgeben. Die Gewalt zwischen beiden Lagern kostete mehr als 3.000 Menschen das Leben. Sarkozy war im Mai vergangenen Jahres zur Vereidigung Ouattaras in die Elfenbeinküste gereist.
Frankreich hatte während der Krise in dem westafrikanischen Land mehr als 2.000 Soldaten im Einsatz. Ouattara kündigte in der Zeitung “Le Monde” vom Donnerstag an, wer in dieser Zeit getötet habe, werde vor Gericht gestellt. Dies gelte unabhängig davon, zu welchem Lager er gehört habe.
