„Finanzen“ – Ein leidiges Thema?

Finanzen bezeichnet dabei ursprünglich alle Aktivitäten, die mit Zahlen zusammenhängen. Dabei wird der Begriff oftmals auch synonym für die gesamte Finanzwirtschaft benutzt. Eigentlich beschreibt er jedoch Buchhaltung, Bilanz, Jahresabschluss und Kalkulation eines Unternehmens. Relativ jung ist das Controlling, das für Planung und Steuerung zuständig ist und sich aus Betriebs- und Finanzbuchhaltung heraus entwickelte. Es gibt mittlerweile aber auch das sog. Treasury, das aus Teilen der Finanzbuchhaltung bzw. des Rechnungswesens entstand. Mittlerweile gibt es in größeren Unternehmen den Chief Financial Officer, kurz CFO, der für das gesamte Finanzwesen, sprich Controlling, Rechnungswesen, Treasury und Liquiditätssicherung zuständig ist. Darüber hinaus berät er den Chief Executive Officer, CEO, in allen Finanzfragen.
Das Finanzwesen hat sich im Laufe der Zeit gewandelt und trifft aufgrund der Analyse vergangener Zahlen Entscheidungen, die die Zukunft des Unternehmens betreffen. Dies hat unter anderem zur Folge, dass der Finanzbereich innerhalb des Unternehmens eine neue Positionierung erfahren hat. Heute entscheiden die Finanzen darüber, ob und wie bestimmte Visionen umgesetzt werden können. Früher wurden die Visionen entwickelt und die Finanzen mussten ihnen mehr oder weniger angepasst werden. Die Dominanz des lieben Geldes hat so weiter zugenommen und manch gute Idee bleibt so auf der Strecke, weil sie nicht als wirtschaftlich oder gewinnbringend eingestuft wird.