Tod von Trayvon MartinAngeklagter kommt auf Kaution frei

Beschuldigter äußert Bedauern über Tod von Trayvon Martin.

Angeklagter kommt auf Kaution frei
© AP, dapd

Sanford/USA – Ein Richter in Florida hat die Kaution für den Angeklagten im Fall des erschossenen US-Teenagers Trayvon Martin auf 150.000 Dollar (114.000 Euro) angesetzt. Der Anwalt des Schützen George Z. sagte nach einer Anhörung vor Gericht in Florida am Freitag, sein Mandant könne in wenigen Tagen auf freien Fuß gesetzt werden. Es müssten noch Einzelheiten seiner Unterbringung außerhalb Floridas bis zu Verfahrensbeginn getroffen werden.

Z. sagte bei der Gerichtsanhörung am Freitag, er habe nicht gewusst, dass Martin unbewaffnet gewesen sei, als er ihn erschossen habe. In einem anthrazitfarbenen Anzug mit grauem Schlips gekleidet und in Fesseln erschien er vor Gericht. Er schien zudem eine Schutzweste zu tragen.

Er betrat den Zeugenstand und drückte den Eltern von Trayvon Martin, die auch im Gerichtssaal saßen, sein Bedauern über den Tod ihres Sohnes aus. Die Anhörung wurde live im US-Fernsehen übertragen. “Der Tod ihres Sohnes tut mir leid”, sagte Z. Es war seine erste öffentliche Stellungnahme, seit er den unbewaffneten Teenager niederschoss.

Dem 28-Jährigen Z. wird Mord mit bedingtem Vorsatz vorgeworfen. Er hatte den 17-jährigen Martin in einer geschlossenen Wohnanlage in der Stadt Sanford am 26 Februar erschossen. Z. erklärte, in Notwehr gehandelt zu haben. Der Fall sorgte landesweit für große Empörung, auch weil Z. erst nach 44 Tagen von der Polizei festgenommen wurde.

© AP, dapd / newsburger.de - maa
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