Amok-Berichterstattung: Presserat veröffentlicht Praxis-Leitfaden
“Redaktionen müssen Leser über solch ein schreckliches Ereignis informieren, wollen sie ihrem Informationsauftrag gerecht werden. Doch es erfordert eine hohe Verantwortung und Sensibilität von Journalisten, dem begründeten öffentlichen Interesse auf der einen Seite und den ethischen Aspekten des Geschehens auf der anderen Seite gerecht zu werden. Wir möchten die Redaktionen bei diesem schwierigen Abwägungsprozess mit unserem Leitfaden unterstützen”, sagt Bernd Hilder, Sprecher des Deutschen Presserats. “Opfer dürfen durch eine Veröffentlichung nicht ein zweites Mal zu Opfern werden”, so Hilder weiter.
Der Deutsche Presserat war im Zuge der gesellschaftlich-politischen Aufarbeitung der Ereignisse von Winnenden in mehreren Expertenkommissionen auf Landes- und Bundesebenen vertreten und lud selbst zu einer Expertenrunde mit Verhaltenspsychologen. Diese Berichte sind in dem Papier ebenfalls dokumentiert.